Kasachstan

27.07.2012
Wir sind jetzt in Kasachstan. Die Grenze haben wir wieder problemlos überquert. Die Russen sind richtig nett und schnell. Die Kasachen, nun ja, ähnlich wie die Mongolen. Wir sind bis jetzt ca 15. 000 km gefahren und wurden ein einziges Mal von der Polizei angehalten. Durch Kasachstan sind wir erst 200 km gefahren und wurden schon vier Mal angehalten. Unsere Papiere haben wir so weit in einem Safe aufgewahrt, jetzt sind sie aber in meiner Handtasche, da die Kasachen sie ständig sehen wollen.
Borovoe/Burabay
Viele Länder haben Ecken, die sie die zweite Schweiz nennen. Borovoe ist so eine Ecke von Kasachstan. Nach dem Grenzübergang gab es nur trostlose Steppe, nichts erfreute das Auge. Und plötzlich, ganz unerwartet, sieht man einen Kiefernwald. Zwischen den Bäumen verstecken sich zwei Seen. Felsformationen rangen hier und da hervor. Die Kiefern schlucken alle Geräusche, man hört nur einen Specht und abgebrochene Äste unter den Füssen knirschen. Als wir noch in Kasachstan gelebt haben, war Viktor arbeitsbedingt zweimal die Woche hier. Vor 20 Jahren war es ein verschlafenes Dorf, das vom Fischfang, Pilzen und Beeren lebte. Außerdem gab es ein Paar Sanatorien. Im Sommer kamen Touristen, die Zimmer gemietet haben. Wildes Campen war auch verbreitet. Heute hat man das Gefühl, man ist irgendwo in Italien. Es gibt Hotels, Casinos und sonstige Bauten um den Urlaubern ihre Freizeit zu versüßen. Kurz, es wird kommerziell ausgebeutet. Zum Glück wurde ein großes Arial als Naturschutzgebiet abgetrennt. Man kann gegen ein Entgelt rein und den ganzen Tag dort verbringen. Es sind kaum Leute da, weil es nichts gibt. Keine Eiscafés, keine Pizzabuden. Nur Natur pur. Da wir unser Haus mit haben, sind wir zwei volle Tage im Park geblieben.
Weil wir nicht nach China gefahren sind, sondern noch einmal nach Russland, haben wir ein zweites Russland Visum verbraucht. Es ist kein Problem ein Transitvisum zu bekommen. In Astana, der Hauptstadt von Kasachstan, haben wir die russische Botschaft aufgesucht und Transitvisa beantragt. Die Russen haben unsere Reisepässe behalten und wir sind nach Karaganda zu meiner Mutter gefahren. Wenn man nach Kasachstan reist, muss man sich bei der Polizei melden. Das wussten wir, und haben es auch getan. In Astana wurden wir bis zum 5. August gemeldet, die Pässe sollten wir aber erst am 7. August von der russischen Botschaft bekommen. Also hatten wir 2 Tage an denen wir nicht gemeldet waren. Ohne Pässe keine Meldung. Wir sind bis zur höchsten Instanz der zuständigen Behörde gekommen, niemand wollte uns anmelden. Die Folge wäre gewesen, dass wir eine administrative Strafe bekommen hätten, die vom Gericht ausgesprochen wird. Wir waren auch bereit, die Strafe zu bezahlen, dass Problem wäre allerdings, dass wir, bis alles geklärt wäre, die Stadt nicht hätten verlassen dürften und in Kasachstan als vorbestraft gelten würden. Das ist nicht so prickelnd. Am Ende sind wir wieder nach Astana gefahren. In der Russischen Botschaft hatte ich fast einen Nervenzusammenbruch, wir bekamen unsere Pässe für eine Stunde, haben uns für die 2 Tagen gemeldet und sind dann wieder nach Karaganda gefahren. Bei meiner Mutter haben wir insgesamt 10 Tage verbracht, davon 7 mit Behördengängen, 2 mit Bauchweh, und an einem Tag wurden wir auf eine Datcha zum Grillen eingeladen.

Viktor und ich auf der Datcha.Wir sind in der Mitte.

 

Vor 15 Jahren beschloss Kasachstans Präsident Nasarbaev, die Hauptstadt von Alma-Ata nach Zelinograd zu verlegen und in Astana umzubenennen. Zelinograd war zwar keine kleine Stadt, aber sie war unscheinbar, lag im Sumpfgebiet, hatte keine gute Wasserqualität. Heute erkennt man die Stadt nicht mehr wieder. So stelle ich mir Dubai vor.
10.08.2012
Ca. 380 km südlich von Karaganda liegt der Balhaschsee. Seine Einzigartigkeit liegt darin, dass er jeweils zur Hälfte aus Salz- und Süßwasser besteht, und diese sich nicht vermischen. Dementsprechend gibt es auch Salz- Süßwasserfische. Hier habt Ihr ein Exemplar davon. Natürlich sieht der Fisch im See etwas anders aus, aber so gefällt, und vor allem schmeckt er uns besser 🙂
Sehr interessant sind die muslimischen Grabstätten. Sie sind auf einem Hügel platziert, der sich wiederum zwischen anderen Hügeln versteckt. Sie erinnern nicht an einen Friedhof, sondern an einer Stadt aus 1001 Nacht. Es gibt immer ein großes Monument (Kalifat Haus), dann ein paar mittelgroße (Häuser reicher Kaufleuten) und schließlich ganz viele kleine Merkmale (Behausungen ganz einfacher Leute).
Wir fahren Richtung Süden. Es gibt immer weniger Städte und Siedlungen. Ist aber auch kein Wunder, es ist sehr heiß und es gibt kein Wasser. Kasachen sind wie die Mongolen ein Nomadenvolk. Wir sehen aber keine Jurten und kaum weidendes Vieh. Leute ziehen in die Städte, niemand möchte ein so einfaches Leben führen. Oft sieht man Stellen, wo es früher Wasser gab. Jetzt ist das Wasser ausgetrocknet und Salz bedeckt den Boden. Diese Stellen sind tot. Es wächst nichts drauf und es lebt dort kein Tier, das mit bloßem Auge zu erkennen wäre. Es ist schon seltsam: ohne Salz gäbe es kein Leben, mit zu viel Salz gibt es aber auch keines.
Alma-Ata
Diese Stadt war früher die Hauptstadt von Kasachstan. Sie liegt in den Bergen. Die Berge sind schon eine schöne Kulisse für eine Stadt. Kaum zu glauben, dass der Schnee an der Spitzen sich gegen die Sonne noch behauptet. Wir haben um die 40 Grad. Jede Menge Schnee schmilzt aber und das Wasser fließt in vielen Aryken (kleine schmale Bäche, die von Menschenhand angelegt wurden), die die ganze Stadt durchqueren. Dank dieser Wasseranlage ist die Stadt sehr grün und die Hitze lässt sich leichter ertragen. Natürlich haben wir „Medeo“ angeschaut. Das ist ein Markenzeichen von Alma-Ata. Es ist eine Wintersportanlage.
Unter Anderem waren wir auf einem grünen Basar. Da bekommt man alle Obst- und Gemüsearten, Gewürze und sonstige Leckereien. Berge aus Wasser- und Honigmelonen erreichen Menschengröße. Die Leute preisen ihre Ware mit lauten Stimmen an. Es gibt Schaschlyk-, Plov-, Lagman- und viele andere Schnellimbiss Buden, wo man für kleines Geld gutes Essen bekommt. Die Menschen transportieren ihre Ware auf einer Arba (Eselsgespann mit einem flachen Holzwagen). Man bekommt richtiges zentralasiatisches Flair. Nachdem wir ausgiebig den Basar durchstöbert haben, machten wir uns wieder auf die Reise, aber nach ein paar hundert Metern steckten wir im Stau. So ist es halt in einer Metropole. Man erfindet Autos um schneller von A nach B zu gelangen, und im Endeffekt überholen Arbabesitzer uns munter am Straßenrand und lachen uns an, oder aus? Sie haben bestimmt ihren Punkt B schneller erreicht als wir.
200 km östlich von Alma-Ata, nahe an der chinesischen Grenze, liegt der Charyn Canyon. An seinem nördlichen Ende befindet sich der „Esche Hain“. Der Hain hat, laut Wissenschaftlern, die letzte Eiszeit überlebt. Manche Bäume erreichten ein Alter von 700 Jahren. Es ist ein Wunder der Natur. Solche Wäldchen gibt es nur zwei Mal auf der Erde. Hier und in Kanada. Kasachstans ehemaliger Präsident hatte hier eine Datscha. Da haben wir übernachtet. Wir haben einen Spaziergang durch den Hain gemacht. Draußen ist es immer noch sehr heiß. Im Hain dagegen ist es sehr angenehm. Die Bäume spenden Schatten, noch dazu fließt ein Fluss hindurch. Kein Mensch ist uns begegnet. Der Wald wird nicht von alten Bäumen befreit, alles bleibt wilde Natur. Das ist für das Menschenauge ungewohnt. Es sieht düster aus, wie in einem Märchenwald. Wir glauben, dass es dem Hain gut tut, sonst wäre er nicht so alt geworden.

 

Canyon.

Am nächsten Tag sind wir zum Canyon aufgebrochen. Man fährt erst über eine asphaltierte Straße, dann 20 km Piste. Auf einmal sieht man den Canyon. Die Berge haben für mich etwas Majestätisches an sich, ich empfinde Respekt von ihnen, aber keine Angst. Ich muss ja nicht auf einen Berg klettern, wenn ich nicht will. Canyons dagegen, hatte ich das Gefühl, haben Macht über einen. Sie können dir unter den Füßen einfach wegbrechen, oder eine starke Windböe kann dich in den Canyon pusten. Als Viktor ziemlich am Rande stand, habe ich Wattebeine bekommen. Es führt auch ein Weg unten durch den Canyon. Den haben wir genommen. Man sah, dass manche Steinfragmente umgekippt waren. Es ist eine Region, wo Erdbeben nicht selten sind. Also auch unten sind Canyons eine Gefahr. Es ging unendlich lang nach unten. Inzwischen hatten wir 47 Grad im Schatten, wenn man denn mal welchen fand. Wir wussten, dass es unten einen Fluss gibt. Aber der Weg wollte und wollte nicht enden. So einen Zustand können besser die Strophen eines Lieds beschreiben:
…..
Trockene Kehle, die Sonne blendet
Und du kämpfst gegen die Sonne und Hitze an.
Du kämpfst dich Schritt für Schritt voran
Ein heißer Wind schlägt dir jetzt ins Gesicht
Die Beine werden schwerer und du kannst eigentlich nicht mehr
Doch plötzlich traust du deinen eigenen Augen nicht
Denn vor dir liegt ein Tal
Mit einem See, und auf einmal
Fällt dir das Laufen beinahe wieder richtig leicht.
Denn du siehst Wasser, so weit das Auge reicht.
Und dann springst du rein, tauchst ganz tief ein
Und du bist ganz für dich allein….
So ähnlich ging es uns auch. Nur das es kein See war, sondern ein Bergfluss. Es ist wirklich ein Genuss nach so einem Fußmarsch, bei 47 Grad ins Wasser einzutauchen. Man vergisst gerne, dass es noch einen Rückweg gibt. Jetzt aber bergauf und ohne einen Fluss am Ende.
Wir sind in Taras. Die Stadt ist über 2000 Jahre alt. Sie war schon im ersten Jahrhundert vor Christus einer der wichtigsten Knoten auf der große Seidenstraße. Irgendwie merkt man, dass die Stadt alt ist. Es gibt viele alte Bäume, Leute hetzen nicht, Autos fahren langsam, alles geht ruhig vor sich hin, bis wir von der Polizei wegen Geschwindigkeitsüberschreitung angehalten wurden. In der ganzen Stadt darf man nur 40 km/h fahren, wir haben uns mit 50 km/h bewegt. Die Schilder sind von Grünzeug bewachsen und somit für Fremde schlecht zu erkennen.
Die kasachische Polizei hat eine Standardstrafe- 16.800 Tenga, ca 90€. Man kann aber mit denen verhandeln. Beim ersten mal hat Viktor sie auf 50€ runtergehandelt, beim zweiten mal schaffte ich es auf 20€. Bei den nächsten 53 Mal haben wir immer gleiches Spiel gemacht: Viktor versteht kein Russisch, ich bin Ehefrau und Dolmetscherin. Seit dem mussten wir nichts mehr zahlen.
Man erzählte uns einen Witz über die kasachische Polizei:
Ein frischgebackener Polizist bekommt einen Dienstwagen und einen Haltestock und wird auf die Straße geschickt um für Ordnung zu sorgen. Nach drei Monaten wird er zum Chef gerufen, der ihn fragt, wieso er seinen Lohn nicht abholt. Der Polizist antwortet:
„Wie? Man bekommt hier auch noch Lohn???“
Chimkent ist auch eine typische zentralasiatische Stadt. Wenn wir durch die Städte fahren, machen wir immer an hiesigen Basaren halt. Wir Europäer wissen gar nicht, wie Obst und Gemüse, nur durch die Sonne gereift, schmecken. Der Geschmack ist sehr schwer zu beschreiben, daher versuche ich es erst gar nicht.
Turkestan.
Hier besuchten wir eine Moschee, die 1000 Jahre alt ist. Durch die ständigen Renovierungsarbeiten erkennt man das Alter nicht.
Aralsk.
Früher lebten sehr viele verschiedene Nationalitäten in Kasachstan. Nach dem Zerfall der Sowjetunion fast nur noch Kasachen. Aralsk war eine Hafenstadt. Der Hafen wurde von Russen betrieben. Deshalb erwarteten wir, eine Stadt mit russischem Schlag anzutreffen. Das, was wir zu sehen bekamen, übertraf all unsere Vorstellungen. Der Aralsee ist so weit zurückgegangen, dass die neue Generation den See gar nicht kennt. Da wo früher Hafen war, stehen alte Schiffe und Krane und rosten vor sich hin. Kamele laufen über den früheren Meeresboden und zermahlen die Muscheln. Über die Hälfte der Bevölkerung hat die Stadt verlassen. Es gibt eine zentrale asphaltierte Straße, sonst nur festgefahrene Erde. Starker Wind wirbelt Staub und Müll. Es ist eine von Gott und Mensch vergessene Stadt. Es ist auch kein Wunder, das der Aralsee verschwindet; der Fluss Syrdarya, der den See speist, wird gnadenlos von unzähligen Kanälen ausgeblutet. Was sehr unnötig ist – es gibt nicht so viele Plantagen, die damit bewässert werden. Vielleicht war es früher anders, aber jetzt fließen diese Kanäle ins Nirgendwo. Man könnte die nicht gebrauchten Kanäle abtrennen, das Wasser würde im Fluss bleiben. Es wird aber nicht gemacht. Somit wird die trockenste Region Kasachstans zum Sumpfgebiet umgewandelt während der Aralsee verschwindet.
Den Weg Aktobe –Atyrau, ca 600 km, wollen wir einfach aus unserem Gedächtnis streichen. Dies gelingt uns aber nicht. Nicht einmal in der Mongolei haben wir solchen „Straßen“ gesehen. Sie wird uns noch lange in unseren Alpträumen verfolgen. Die ersten und die letzten 100 km konnte man noch halbwegs passieren. Die restlich 400 km wurden mit Kettenpanzern befahren (so haben wir es empfunden) um die Straße einfach verschwinden zu lassen. Da wo früher Straße war, laufen jetzt Kamele, Pferde, Kühe und Schafe (da sind sie vor rasenden Fahrern sicher) und die ganz wenigen Autos fahren auf einer Piste, die man neben der „Straße“ festgefahren hat. Für die 400 km haben wir 2 Tage gebraucht. 15 km vor dem Ende dieses Wahnsinns kam uns ein VW Golf mit deutschem Kennzeichen entgegen. Drei Jungs saßen darin, die an einer Rally nach Tadschikistan teilnahmen. Sie fragten uns, ob die Straße bald besser wird. Wir mussten sie enttäuschen: „Die Straße wird schlimmer und zwar die nächsten 400 km“

Kaspische Meer

Das Kaspische Meer tut mir genauso Leid wie der Aralsee. Die ganze Küste entlang sieht man nur Pumpen, die das Öl pumpen. Soweit das Auge reicht, nur Pumpen. Kein Mensch bedient sie. Monoton, wie Seelenlose Monster holen sie das schwarze Gold aus dem Schoß der Erde. Wir sind ziemlich nah ans Wasser gefahren. Ich hatte dabei kein gutes Gefühl. Man kann doch nicht ununterbrochen aus der Erde etwas rauspumpen, was passiert mit dem Platz, der da entsteht? Viktor meint, dass das Öl ein paar tausende Meter unter der Erde liegt, sodass dass die Erde es aushalten kann. Das glaube ich nicht. Irgendwann wird die Erde sich rächen und dann verschluckt sie alle Pumpen und die Dörfer mit ihren Bewohnern. Man wird sich wundern: „Was für eine Katastrophe, wie konnte es nur passieren?“

Am Ufer haben wir zwei junge Männern gesprochen, Wilderer. Sie erzählten uns, dass sie vom Fischfang leben und zwar von allen Arten roter Fische (Beluga, Stör). Die sind nicht am Fischen selbst interessiert, sondern an deren Eiern. Vor kurzen haben wir einen Bericht im Fernsehen gesehen, wie die Wilderer die Fische nur zur Gewinn des Kaviars fangen und den Kadaver einfach ins Meer werfen.  Dass ich solche Leute persönlich sprechen würde, habe ich nie gedacht. Es sind keine Unmenschen, sie haben Familie, Kindern, aber leider keinen Job. Die haben kein Mitleid mit der Natur. Die meinen: „wir sind auch Natur und bevor mein Kind verhungert, muss der Fisch sterben“.  Fischfang ist ihre einzige Einkommensquelle. Das Kaspische Meer wird einfach gnadenlos ausgebeutet.

 

 

Viktor kam doch noch zur seinem langersehnten Angeln. Und wie!! Wir sind einen Tag früher an die Grenze Kasachstan/Russland angekommen, als  unsere Visa es erlaubte. In einem unscheinbaren Dorf, an einem unbekannten kleinen Fluss wollten wir übernachten. Abends sind wir losgegangen um die “Sehenswürdigkeiten“ des Dorfes anzuschauen. Es gab kaum welche, dafür war fast das halbe Dorf  am Ufer und hat geangelt. Männer saßen in kleinen Booten, standen an einer Brücke und manche haben ihre Netze überprüft. Es gab keinen Pechvogel, der nichts gefangen hätte. Viktor holte seine Spinnangel heraus und hatte direkt beim ersten Wurf einen Fisch drauf. Und kein schlechtes Teil. Im Schnitt hat er auf drei Würfe einen Fisch gefangen. Ich habe es auch versucht, mit Erfolg! Fischfangen macht wirklich Spaß. Frischen Fisch zuzubereiten weniger. Ist schon was anderes als Fischstäbchen. Nach dem ich den ganzen Fisch geschält habe, konnte man mich schälen. Dann das Braten. Gegessen wurde viel schneller. Ich bin überzeugt, dass die Menschen früher nicht drei Mal am Tag gegessen haben. Man wäre nur mit Essen fangen und zubereiten beschäftigt. Wir sind noch einen Tag in diesem Dorf geblieben um am nächsten Tag zu angeln. Wieder mit Erfolg. Als Viktor zum dritten Mal losgegangen war um zu fischen, habe ich mich geweigert den Fisch zuzubereiten. Er ist trotzdem gegangen und hat seinen ganzen Fang einem Passanten geschenkt. Die Dorfbewohner haben uns erzählt, dass das Angeln erst im Frühjahr richtig losgeht und wir wiederkommen sollen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was noch besser werden kann, springen die Fische direkt in die Pfanne?
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